Bodypainting
 
 
 
 
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Informationen zum Bodypainting

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Bodypainting – auf deutsch: Körperbemalung – gilt heute als eine bedeutende Richtung der Aktionskunst. Der nackte Körper wird dabei ganz oder teilweise mit Farbe verziert. Im Gegensatz zum Tätowieren ist der Körperschmuck jedoch nicht dauerhaft, sondern bleibt in der Regel nur wenige Stunden bzw. bis zur nächsten Körperreinigung auf der Haut. In einigen Ausnahmefällen (z.B. bei Bemalung mit Henna-Farben) kann die Farbe jedoch auch bis zu mehreren Wochen haften bleiben.

Die Geschichte des Bodypainting reicht bis zu den Anfängen der Menschheit zurück. Schon in der Steinzeit bemalten sich Menschen mittels farbigen Erdbestandteilen, die mit Wasser, Ölen oder Fetten vermischt wurden, um sie geschmeidig und homogen zu machen. Besonders zu feierlichen Anlässen wie Totenritualen, Opferfesten, Hochzeiten und anderen religiösen Ereignissen schmückte man seinen Körper mit Farbe. Bei vielen Ureinwohner-Stämmen und –Völkern wird das Bodypainting heute noch angewandt, um die Stellungen der einzelnen Mitglieder im gesellschaftlichen Ganzen festzulegen und nach außen sichtbar zu machen. So trägt das Stammesoberhaupt in der Regel die aufwendigste und farbenfroheste Körperbemalung.

Neben den bereits erwähnten Anlässen gab es einige andere, teils ganz rationale Gründe, seinen Körper zu bemalen. Aberglaube veranlasste die Menschen dazu, als Schutz vor bösen Geistern und Dämonen bestimmte Muster und Symbole auf ihren Körper zu malen. Auch zu medizinischen und hygienischen Zwecken wurde Körperbemalung verwendet, außerdem enthielten einige Farben besondere ätherische Öle, die als Insektenschutz und als Prävention gegen Schlangen- und Spinnenbisse wirksam waren.

Eine ganz besondere Funktion erfüllte das Bodypainting als Kriegsbemalung. Dabei konnte die Farbe zwei verschiedene Zwecke erfüllen. Einerseits sollte eine besonders farbenreiche und stilistisch ausgefeilte Gesichts- und Oberkörperbemalung dem Gegner Furcht und Respekt einflößen, war also eine Form der psychologischen Kriegsführung. Viele Indianerstämme färbten beispielsweise ihre Gesichter als Abschreckung rot, daher nennt man sie umgangssprachlich auch "Rothäute".

Auf der anderen Seite wurde Körperbemalung im Krieg auch oft als Tarnung benutzt. Dies hat die Auswirkung, im Gelände durch eine angepasste Körperbemalung weniger aufzufallen. Außerdem bewirkt die Farbe bei Soldaten eine Anonymisierung, d.h. Gesicht und Körper werden unkenntlich gemacht, was einen psychologischen Enthemmungs-Effekt mitbringt. Der Soldat fühlt sich nicht mehr als er selbst, sondern schlüpft in eine Rolle, die es ihm ermöglicht mit weniger Gefühlen in seine Mission zu gehen.

 

 

 
 
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